Lebkuchen nach Traditionsart
9. Dezember 2009 von stylist
Kategorie Essen & Trinken
Lebkuchen, auch Pfefferkuchen, Gewürzkuchen oder Honigkuchen genannt, ist ein weihnachtliches Gebäck, das zur Advents- und Weihnachtszeit nicht fehlen darf. Es gibt viele verschiedene Variationen der Zubereitung. Im Handel werden Lebkuchen gefüllt, mit Schokolade überzogen, kandiert oder mit Nüssen, angeboten. Unter die bekanntesten fallen der Nürnberger Lebkuchen bzw. die Aachener Printen.
Geschmacklich ist der Lebkuchen in seinen Variationen sehr ähnlich. Es hängt im Grunde nur davon ab, wie die Verfeinerungen sind. Die Zutaten für das Grundrezept sind nämlich stets gleich. Lediglich die Mengenangabe von Nüssen und Mehl ist unterschiedlich. Bei den Gewürzen gibt es mittlerweile schon fertige Mischungen zu kaufen, was das Selberbacken von Lebkuchen erleichtert. Sie können aber auch im normalen Geschäft (Zimt, Nelken, Anis) einzeln erworben werden. Da es früher noch kein Backpulver gab, Erstverkauf Ende des 19. Jahrhunderts, kam als Triebmittel Hirschhornsalz oder Pottasche zum Einsatz, was teilweise heute noch der Fall ist. Wenn ihr also vorhabt Lebkuchen/Pfefferkuchen selber zu backen dann findet ihr im weiten Web bestimmt das richtige Rezept für euren Lebkuchen. Wie zum Beispiel das hier oder diese oder aber auch jenes.
Aber das Beste ist natürlich das von meiner Mutter bzw. von meiner Oma, wie soll es auch anders sein.
Ich freue mich immer schon das ganze Jahr über auf die “Pfefferkuchen”-Zeit. Vor allem geht es in der Zubereitung sehr fix. Die Fertigstellung dauert allerdings länger, da es nach traditioneller Art gebacken wird. So gehen “leider” auch zwei Tage dafür drauf, was sich aber im einmaligen Geschmack entlohnt. Der Teig selber enthält Mehl, Eier, Honig, die traditionellen Lebkuchengewürze, Orangeat, Zitronat (beides zerkleinert), Mandeln auch gemahlen. Alles vermischen und auf drei Bleche verteilen. Da lohnt der Aufwand, wenn man zum Schluss drei Bleche Lebkuchen heraus bekommt.
Früher hat meine Oma die Bleche über Nacht auf oder neben den Ofen gestellt. Die Nachwärme ist ausschlaggebend gewesen für das gute Gelingen. Heute stellt meine Mutter die Bleche bei geringer Temperatur in den Backofen, den sie alle paar Stunden zur Nachwärme anstellt. Einen Tag später müssen noch Mandeln gepflischt und auf dem Lebkuchen/Pfefferkuchen nach dem bekannten Muster aufgelegt werden, bevor das Blech, alle einzenlnd, im Backofen abgebacken werden. In einer luftdichten Dose ist der Lebkuchen/Pfefferkuchen noch mindestens vier Wochen haltbar.
Bild: © Ruth Rudolph/Pixelio








Hallo stylist!
Da bin ich mal wieder. Mir gefällt es, wenn die alten Rezepte -besonders zur Weihnachtszeit- wieder hervorgeholt und angewandt werden.Meist werden die Rezepte ja von Generation zu Generation weitervererbt und sind ansonsten FAmiliengeheimnis. Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass wie Sie schreiben, der Geschmack dieser Kteationen etwas einzigartiges hat, weil eben keine fertige Gewürzmischung benutzt wird, sondern die speziellen Gewürze wie Macis, Kardamom,Pomeranzenschale, Pottasche und Hirschhornsalz in der Apotheke gekauft werden, und die individuelle Mischung dieser Gewürze macht ja den Geschmack aus. Übrigens kommt der NAme Pfefferkuchen ja aus einer Zeit, da die meisten exotischen Gewürze unter dem Namen Pfeffer geführt wurden.
ich wünsche eine schöne Adventszeit Beate Siewers