Hände waschen schützt vor Schweinegrippe

23. Juli 2009 von stylist  
Kategorie Essen & Trinken

schweinegrippeMittlerweile hat die Schweinegrippe ja den Status Pandemie erlangt. Täglich kommen neu infizierte Menschen hinzu. Gerade jetzt zur Hauptreisezeit in Deutschland steigen die Zahlen weiter an. Die beliebten Urlaubsort leiden darunter. Eine Flaute macht sich breit. Die Einnahmen der Touristen bleiben aus. Viele Hotels müssen in diesem Sommer wahrscheinlich mit finanziellen Einbußen rechnen.
Doch ist es wirklich so schlimm? Die Gefahr, dass im Herbst eine noch gefährlichere Form des Schweinegrippe Virus zurückkommt, ist sie größer als am Anfang des Jahres? Wie steht es um Tamiflu, dem Medikament das derzeit gegen die Schweinegrippe eingesetzt wird? Schaffen es die Forscher einen Impfstoff zu entwickeln? Fragen über Fragen die uns momentan wohl kaum einer beantworten kann, oder?

Nun wir können Ihnen die Angst etwas nehmen. Tom Jefferson, ein britischer Arzt und Epidemiologe, der seit 15 Jahren für die internationale Cochrane Collaboration, einem unabhängigen Netzwerk von Wissenschaftlern der Industrie und Interessenverbände, arbeitet, könnte uns Einschätzungen über die Schweinegrippe geben.
Jahrelang hat er Studien ausgewertet um herauszufinden, warum beispielsweise die Welt in Furcht vor der nächsten Grippe-Pandemie lebt, warum Seuchenkontrollbehörden die Aktivität von Influenza-Viren messen, und ob sie wirklich so gefährlich sind?
Schließlich fand er heraus, dass im Durchschnitt nur sieben Prozent der grippeartigen Erkrankungen von Influenza-Viren ausgelöst werden. Wo hingegen 93 Prozent von über 200 verschiedenen anderen Erregern erzeugt werden. Die jährliche Rate der “Grippetoten” in Deutschland zeigt, dass viele Menschen auch an den anderen genauso tödlich wirkenden Erregern verstorben sind.

Für Jefferson gibt es dafür keine wissenschaftliche Begründung, sondern nur eine Wirtschaftliche, die da Geld heißt! Es gibt nämlich gegen die Influenza-Viren einen Impfstoff und Medikamente. Allerdings gibt es für all die anderen Erreger der grippeartigen Symptome weder einen Impfstoff noch Medikamente. Was natürlich die Pharmaindustrie sehr freut.

Offen sei jedenfalls noch, ob die Schweinegrippe Impfung tatsächlich was bringt, dies kann aber nur der Ernstfall zeigen. Jefferson ist weiterhin zu dem Entschluss gekommen, dass Tamiflu im Durchschnitt die Dauer einer Grippe nur um einen Tag verkürzt. Die Nation gibt trotzdem Milliarden Beträge für die Bereitstellung eines Impfstoffs und für das Medikament Tamiflu aus.

Laut Jefferson gibt es aktuell einen viel einfacheren und vor allem billigeren Weg sich vor der Schweinegrippe zu bewahren. Stichwort Händewaschen! Häufiges Händewaschen oder das Tragen eines Mundschutzes halten mögliche Viren davon ab überhaupt übertragen zu werden. Während der Sars-Epidemie wurden mehrere Studien durchgeführt, die zum Ergebnis kamen, dass solche einfachen Mittel etwas bringen. Außerdem können so auch andere Erreger gar nicht erst an den Körper kommen.

Quelle: Spiegel
Bild: © by Manuel Gäck/Pixelio

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