Was tun bei Insektenstichen?

23. April 2010 von stylist  
Kategorie Essen & Trinken

Insekten, wie Bienen, Stechmücken, etc. erleben zur Sommerzeit ihren Höhepunkt. Die teilweise schon jetzt sommerlichen Temperaturen fördern die Vermehrung dieser und ziehen neben den positiven Erscheinungen, wie Honigerzeugung, auch eine Reihe lästiger Nachteile mit sich: Insektenstiche!
In der Regel sind Insektenstiche eher in die Kategorie harmlos und lästig einzustufen. Doch bei manchen Menschen können sie zu einer lebensgefährlichen Bedrohung führen. Auf das Gift der Insekten, das bei einem Insektenstich übertragen wird, reagieren Menschen mit einer Insektenallergie im schlimmsten Fall mit einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Eine ebenso lebensbedrohliche Art des Insektenstichs ist der Stich im Bereich des Mund- und Rachenraumes, bei dem eine Erstickungsgefahr droht. Ebenso gefährlich ist die Ablegung von Insektennachkommen in die menschliche Haut oder die Übertragung von Krankheitserreger. Die einzige Abhilfe ist bei solchen Fälle die schnelle und richtige Erste Hilfe sowie entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung. Rund vier Prozent der Menschheit reagiert allergisch auf das Bienen- und Wespengift, das bei einem Stich übertragen wird. Wie bei jeder Verletzung ist es auch bei Insektenstichen nicht ausgeschlossen, dass bakterielle Infektionen entstehen können, daher sollte man daran denken, regelmäßig seinen Tetanusschutz aufzufrischen.

Vorbeugemaßnahmen

  • Fliegengitter in Fenster- und Türenrahmen einbauen.
  • Nutzung von Repellentien, wenn man draußen unterwegs ist. (Leider wirkungslos gegen Bienen und Wespen!)
  • Wachsam beim Essen und Trinken draußen sein.
  • Meiden von blühenden Büschen oder Bäumen, aber auch Abfallkübel sind Ansammlungsstellen für Bienen und Wespen.
  • Lange Hose und Shirt bei Gartenarbeiten tragen.
  • Nach Möglichkeit auf schwarze Kleidung und bunte Blumenmuster verzichten.
  • Verzicht auf stark duftende Parfums. (Insekten lieben das.)
  • Barfuss laufen draußen möglichst vermeiden.
  • Nie nach Bienen oder Wespen schlagen und versuchen ruhig zu bleiben.
  • Insektengiftallergiker sollten immer das Notfallset dabei haben.

Was tun beim Insektenstich?

Ruhe bewahren – Kopf einschalten und erste Maßnahmen einleiten. Je nach dem wo der Insektenstich ist sind folgende Maßnahmen unverzüglich durchzuführen:

Bei Insektenstichen auf Gliedmaßen

Wenn der Stachel noch steckt, besorgen Sie sich eine Pinzette und desinfizieren Sie diese. Mit der Pinzette anschließend den Stachel herausziehen. Ein Kratzen an der Einstichstelle möglichst vermeiden. Die Einstichstelle nun mit Eiswürfeln oder kaltem Wasser kühlen. Bei Schwellungen kann auch eine aufgeschnitte Zwiebel, die umgekehrt auf die Einstichstelle gelegt wird, wahre Wunder bewirken. Ein alt bekannter Imkertrick rät die Stichstelle mit gestoßener, glatter Petersilie zubedecken. Wirkt auch kühlend.
Wenn die betroffene Stelle zu sehr juckt, kann man auch ein Gemisch aus Haushaltsnatron und Wasser bzw. Heilerde zur Linderung auftragen.

Bei Insektenstichen im Hals-/Rachenraum

Hierbei ist es unerlässlich sofort einen Arzt aufzusuchen! Die betroffene Person sollte bis zum Eintreffen des Arztes Eis lutschen. Zusätzlich sollten Eiswickel um den Hals gelegt werden. Bei schlimmeren Folgen wie Bewußtlosigkeit muss der Patient in die stabile Seitenlage gebracht werden oder bei Atemstillstand einer Beatmung unterzogen werden.

Bei Verdacht auf allergischen Schock

Wie auch bei einem Insektenstich im Hals-/Rachenraum sofort einen Arzt rufen! Die betroffene Person so hinlegen, dass die Beine höher sind als der Kopf. Ferner sollte eine beengende Kleidung gelöst werden. Eine regelmäßige Kontrolle von Puls und Atmung durchführen und dem Betroffenen weder zu essen noch zu trinken geben.

Erkennen allergischer Reaktionen

Wer nach einem Insektenstich ein brennen und jucken in den Handflächen, Fußsohlen, im Rachen und an der Zunge verspürt oder starke Beschwerden beim Atmen und Schlucken, sowie Schwächegefühl und Hitzewallungen erfährt, der sollte sich schnellstmöglich in ärztliche Betreuung begeben, denn das könnten die ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. Die beschriebenen Symptome treten meist schon innerhalb weniger Minuten nach dem Insektenstich auf. Eine definitive Allergie kann aber erst durch einen Allergietest belegt werden.
Menschen denen eine allergische Reaktion auf Insektenstiche bekannt ist, die können sich Vorbeugend einer Hyposensiblisierung (spezielle Immuntherapie) unterziehen, die vor den Folgen des Insektengifts schützt bzw. die Wirkung abschwächt.

Trotz all dieser Gefahren freue ich mich tierisch auf den Sommer, wenn alles wieder blüht man im T-Shirt unterwegs sein kann um draußen im Grünen ein Picknick abhalten kann. :) Selbstverständlich habe ich ein Repellent im Gepäck und Esse und Trinke mit bedacht. Eine wirklich schlechte Erfahrung habe ich bisher noch nicht gehabt und hoffe auch, dass es so bleibt! Und hey ist das Bild rechts nicht toll?
Wie haltet ihr es denn mit der “Gefahr” von den Insekten? Welche Erfahrungen habt ihr schon gemacht?

Bild: © by Grace Winter, Lizzy Tewordt, Tina B./Pixelio.de

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